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Yachthäfen in Griechenland


Dodekannes

Nisyros / Paloi (Stand: Juni 2010)

Im Gegensatz zu den Beschreibungen in verschiedenen Hafenhandbüchern über Paloi, erweist sich der Hafen als absolut sicher, und in jede Beziehung für die Bedürfnisse von Seglern ideal.

Nisyros_Paloi

Der Hafen hat durch die Verlegung der Einfahrt vom Norden nach Osten nicht nur mehr Anlegeraum an der Nordpier gewonnen, sondern bietet auch ein gefahrloses Anlaufen bei nördlichen Winden an. Süd- und Ostpier sind ausgebaggert und bieten nun doppelt soviel Platz wie in den Handbüchern beschrieben (Schätzungsweise 45 Anlegeplätze). Man muss demnach nicht schon mittags einlaufen, um einen Liegeplatz zu bekommen. Strom- und Wasserautomaten sind an den Anlegestellen ausreichend Vorhanden.

Paloi ist ein schönes Fleckchen Erde, mit einem grünen und bewaldeten Hinterland. Am Hafen gibt es exzellente Tavernen, und man kann dort auch ein Kleinwagen für etwa 20-25 € pro Tag für die Besichtigung der etwa 10 Km entfernten Caldera mieten.

Nisyros_Caldera

Das annähernd runde Nísyros weist einen Durchmesser von 8 km auf. Das Inselzentrum wird von einer Caldera mit einem Durchmesser von 3,8 km dominiert. Der Calderarand erreicht Höhen über 250 m und die höchste Erhebung liegt bei 588 m. Der Westen und Nordwesten der Caldera wird von fünf Lavadomen eingenommen, von denen der Profitis Ilias mit 698 m die höchste Erhebung der Insel darstellt. In der südöstlichen Caldera prägt der Stefanos-Krater mit 300 m Durchmesser ein 0,9 km² großes Gebiet von Hydrothermal- Schlammkratern und Fumarolen. Außerhalb der Caldera ist im Südwesten der Lavadom Karaviotis mit 539 m die höchste Erhebung.

Neben Santorin und Méthana ist Nísyros damit die einzige weitere in der Neuzeit noch aktive Vulkaninsel Griechenlands. Letzte hydrothermale Ausbrüche gab es 1887. Nísyros wird seit 1980 intensiv erforscht und seit 2000 geophysikalisch überwacht, weil man auch in Zukunft Vulkanausbrüche erwartet.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts gab es Bemühungen, eine Geothermal-Bohrung zur Energie-Gewinnung zu nutzen, was sich jedoch nicht als praktikabel erwies. In Zukunft möchte man jedoch die geothermale Energie mit moderneren Mitteln nutzen.

Auf dem östlichen Kraterrand in etwa 250 m Höhe liegt das kleine Dorf Emborios, das seit den letzten Jahren mit EU-Hilfe renoviert wird. Dort befindet sich auch das am 22. Juni 2008 eingeweihte Vulkanobservatorium mit Blick auf den Kraterkessel.

Das Dorf Nikia, welches in etwa 400 m Höhe liegt, ist ebenfalls auf dem Kraterrand gebaut. Der Besuch des neue Vulkanmuseums mit seinem anschaulichen Material zum Vulkanismus (nicht nur) der Insel ist sehr empfehlenswert.


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